Tinitus Management

Modernste digitale Technologie.

Allgemein

Leben mit Tinnitus: Kommen Sie zur Ruhe.

Der Begriff Tinnitus leitet sich aus dem Lateinischen ab. Die exakte Übersetzung bedeutet: das Geklingele, das Geläute, das Geschelle. Heute sind für mehr als 8 Prozent der deutschen Bevölkerung diese Ohrgeräusche, die aus dem Inneren zu kommen scheinen, ständige Begleiter.

Tinnitus selbst ist keine Krankheit, sondern ein Wahrnehmungsphänomen. Häufigste Ursache sind Lärm und Stress. Das Störgeräusch im Kopf kann zu einer schweren Belastung werden.

Dank jahrzehntelanger Forschung kann man Tinnitus mit gezielter Therapie behandeln. Die wichtigste Säule des erfolgreichen Tinnitus Managements sind jedoch Sie. Nehmen Sie sich die Zeit und lassen Sie sich von einem erfahrenen Team aus Ärzten und Hörakustikern begleiten.

Ursachen

Stress ist eine der häufigsten Tinnitus-Ursachen.

Zwar können wir unsere Ohren nicht schließen wie die Augen, dennoch wird auch die akustische Wahrnehmung aktiv gesteuert. Gehör und Gehirn sind in der Lage, individuell als bedeutungslos eingestufte Signale unterbewusst „herauszufiltern“.

Dieser Vorgang fordert jedoch das Unterbewusstsein mit permanenter Entscheidungskapazität. Geraten wir zusätzlich unter Druck und Stress, kann es vorkommen, dass die schützende Filterwirkung unseres Unterbewusstseins gestört wird. Durch Überlastung hört man nun Töne, die normalerweise herausgefiltert werden.

Das Limbische System, das im Gehirn für die Gefühle zuständig ist, verbindet den Tinnitus-Ton mit negativen Assoziationen und erzeugt dadurch körperliche Stressreaktionen.

Bleibt das Ohrengeräusch über einen längeren Zeitraum, wird es von unserem Gehirn gelernt und führt zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Therapie

Entspannen und den Tinnitus einfach vergessen.

Grundlegende Forschung zum heutigen Tinnitus Management ist seit den 80er-Jahren den Professoren Hazell und Jastreboff zu verdanken. Sie erkannten, dass der chronische Tinnitus sozusagen eine fehlerhafte Programmierung in der akustischen Wahrnehmung ist.

Tinnitus-Rehabilitation kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Verarbeitung wieder normalisiert und das abgespeicherte Tinnitus-Signalmuster „gelöscht“ wird. Das Gehör muss sich reprogrammieren.

Voraussetzung ist die Wiederherstellung der mentalen und physischen Stabilität: Ursachenforschung, Ruhe und Entspannungsübungen sind der Anfang.

Technologie

Bewusstes Hören hilft zurück in die Normalität.

Früher versuchte man das Tinnitus-Geräusch zu übertönen. Sogenannte Masker sorgten zwar dafür, dass der Tinnitus nicht mehr störte, beeinträchtigten jedoch das gesamte Hör-Erleben.

Zum modernen Tinnitus Management gehören innovative digitale Rauschgeneratoren. Sie schwächen die unerwünschte Wahrnehmung ab. Dabei wird das durch den Tinnitus hervorgerufene Geräusch nicht überdeckt, sondern vom Rauschen des Systems sanft umspült. Das Tinnitus-Geräusch ist also immer noch existent, verliert aber seinen alarmierenden Charakter, der den Tinnitus für viele Betroffene so quälend macht.

Dass das Tinnitus-Geräusch weiterhin gehört wird, ist Grundlage der Therapie: Ziel ist es, den Tinnitus entspannt, stress- und angstfrei wahrzunehmen. So wird er mit der Zeit als immer unwichtiger eingestuft und schließlich gänzlich ausgeblendet.


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