Hörschäden
Die Schwerhörigkeit  

Man unterscheidet zwischen der Schallleitungs-Schwerhörigkeit und der Schallempfindungs-Schwerhörigkeit.

Schallleitungs-Schwerhörigkeit
Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit liegt die Ursache in einer Erkrankung des äußeren Gehörgangs oder des Mittelohrs. Dies kann durch Ohrschmalzpfropfen oder Fremdkörper im Gehörgang hervorgerufen werden. Auch eine akute Mittelohrentzündung führt häufig zu einer vorübergehenden Schallleitungsschwerhörigkeit. Weitere mögliche Ursachen sind Entzündungen des Gehörgangs oder dort auftretende Knochenwucherungen. Ein verletztes Trommelfell kann ebenfalls der Auslöser einer Schallleitungsschwerhörigkeit sein, ebenso wie Knochenveränderungen und Tumoren im Bereich des Mittelohrs. Schallleitungsschwerhörigkeit lässt sich in vielen Fällen mit Medikamenten oder durch einen operativen Eingriff verbessern oder beseitigen.

Schallempfindungs-Schwerhörigkeit
Die Schallempfindungsschwerhörigkeit - auch Innenohrschwerhörigkeit genannt - tritt viel häufiger auf als die Schallleitungs-Schwerhörigkeit. Bei dieser Hörschädigung sind meist die feinen Haarzellen in der Hörschnecke betroffen. Hervorgerufen werden kann die Innenohrschwerhörigkeit beispielsweise durch zu viel Lärm, Medikamente (z. B. Antibiotika, die selektiv im Innenohr gespeichert werden) oder Gifte. Weitere mögliche Ursachen sind Durchblutungsstörungen oder Entzündungen im Innenohr sowie Immunerkrankungen.

Auch der Hörsturz führt zur Innenohrschwerhörigkeit. Es handelt sich dabei um eine plötzlich auftretende, meist einseitige Hörstörung. Diese Störung kann fast bis zur Taubheit gehen, die Ursachen sind bislang ungeklärt. Bei einem Hörsturz sollte innerhalb von 24 Stunden ein Arzt aufgesucht werden, weil sonst das Gehör dauerhaft geschädigt bleibt.

Die Schwerhörigkeit im Alter ist wahrscheinlich vor allem eine so genannte Zivilisationskrankheit. So können Angehörige von Naturvölkern mit siebzig Jahren noch genauso gut hören wie dreißigjährige Städter. Der Alterungsprozess des Gehörs ist wahrscheinlich das Ergebnis aller schädlichen Einflüsse (Geräuschbelastungen, Erkrankungen und Medikamente) während des ganzen Lebens. Dazu kommt, dass das Gehirn in jungen Jahren gut in der Lage ist, unvollständig verstandene Texte zu entschlüsseln. Mit zunehmendem Alter jedoch lässt diese Fähigkeit des Gehirns nach. Lückentexte werden kaum noch verstanden.

Schallempfindungsschwerhörigkeit kann in der Regel nicht mit Medikamenten oder Operationen behoben werden. Der Hörschaden kann aber mit Hörgeräten ausgeglichen werden.

(Quelle: Forum Besser Hören)


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